UX Design Trends 2016 - Ein Ausblick | Thomas Stermole
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UX Design Trends 2016 – Ein Ausblick

User Experience Design Trends 2016

User Experience Design Trends 2016 – Photo: Joshua Earle @ Unsplash

Mein etwas gewagter Ausblick der UX-Design Trends für 2016. Bitte nagelt mich nicht fest, wenn ich mich irre, aber das ist meine persönliche Einschätzung.

Heute geht es nicht mehr darum, einfach nur eine App zu bauen und zu hoffen, dass es der User toll findet. Klassische Web-Designer sind zwar nicht ausgestorben, aber Sie müssen sich mit User Experience-Entwicklung unbedingt auseinandersetzen. Da geht es zum Beispiel um die Auswertung von bestehenden Daten und die Optimierung des Nutzer-Flusses.

Es gehört so viel mehr dazu, als Bildchen und Texte im Web, oder in einer App zu liefern. Die User wollen durch Story-Telling inspiriert werden. Sie wollen teilen und sie wollen Relevanz. Das sollte natürlich möglichst einfach, schnell und ansprechend passieren.

Der typische Webdesigner wird in der heutigen Zeit durch mehrere Rollen abgelöst:

  • Content Producer & Marketing
  • Storyteller
  • SEO
  • Video-Produzent
  • User Experience Designer
  • User Interface Designer
  • Growth Hacker
  • Big Data Analyst
  • Plattform Manager (Dev Ops)
  • Business Developer
  • ArtificiaI Intelligence
  • Customer Relationship Manager / Customer Happiness Manager
  • Software as a service (Saas)

Das geht sich in einer Person nicht mehr aus und erfordert ein Team und erklärt auch, warum man gewisse Preise für Websites und Apps bezahlt. Das klassiche 0815-Web-Business ist vorbei. Dafür gibt bereits genug „Große“ die das Billig-Segment beliefern und den klassischen Webdesigner gekillt haben.

Folgende UX-Design Trends werden sich vermutlich im Jahr 2016 fortsetzen

Responsive Design

Erschreckend ist, dass es noch immer eine Unzahl an Webseiten gibt, die noch immer nicht für mobile Endgeräte optimiert sind. Google „bestraft“ seit Anfang 2015 Webseiten mit schlechterem Ranking in Suchergebnissen, wenn diese nicht nach Responsive-Design-Prinzipien umgesetzt wurde. Zurecht, finde ich. Hier gibt es ein einfaches Tool von Google, um Webseiten auf mobile Tauglichkeit zu überprüfen:

https://www.google.com/webmasters/tools/mobile-friendly/

Für Webentwickler / Webdesigner gibt es hervorragende Frameworks die das Entwickeln von responsive Webseiten zum Kinderspiel werden lässt.

Empfehlenswerte Code-Editors:

Video

Youtube hat gezeigt, dass Videos mehr als beliebt sind. Die User lieben kurze, knackige Erklärungs-Videos. Der Trend setzt sich meiner Meinung nach fort.

Periscope bietet beispielsweise ihren Nutzern von Mitgliedern selbst-gedrehte Videos und die Community wächst rasant.

Was will ich euch mit Videos überhaupt im UX-Design Kontext sagen?

Produziert kurze und relevante Videos; über neue Funktionen, zeigt euer Gesicht und wer euer Team ist. Zeigt, dass ihr „echt“ seid.

Millennials sind Online Zuhause

Muss man überhaupt Social Media noch erwähnen? Naja, ich gehe auf Nummer sicher: Millennials erreicht Ihr ausschließlich nur mehr über Kanäle wie z.B. Facebook, Instagram oder Snapchat. Zieht euch für jede Plattform Best-Pratices rein und lernt wie Ihr sie möglichst effektiv nutzt.

Macht es dieser Generation einfach und sicher, sich für euren Service anzumelden, wie z.B. durch Facebook Sign up Api oder Google Sign-up Funktionen.

Warum nutzen eigentlich so wenige Webshops „Whatsapp“? Da ist bereits eine ganze Menge möglich, wie Casengo zeigt: Casengo – Whatsapp CRM

Material Design

Google hat zum Thema Material Design einen schönen Leitfaden zusammengestellt. Ich bin überzeugt, dass dies Sinn macht und sich im Jahr 2016 fortsetzen wird. Im Grunde geht es darum, Daten die zusammengehören, so zu gestalten, dass man auch sieht, dass sie zusammengehören.

Mögliche Interaktionen sollen klar dargestellt werden und alles was verwirrt oder irrelevant ist, fliegt raus.

Die Vermischung von „echten“ und „digitalen“ Erfahrungen

Es geht nicht mehr darum, einen Verkauf zu generieren und den Nutzer anschließend mit Angeboten zu spammen. Nein, heutige Kunden wollen begeistert werden und pro-aktiv angesprochen werden. Relevanz ist der Schlüssel.

  • Hard-selling? Bitte nicht! :-(
  • Inspiration und konstante Begeisterung? Ja bitte! :-)

Es gibt bereits einige Instagramer, die sehr erfolgreich neue Technologien nutzen und die Nutzer-Erfahrungen des echten Lebens und der digitalen Welt vermischen.

Hier einige Beispiele, wie moderne Shopper mit sozialen Kanälen begeistert werden können:

Präsentation Social Shopping | Thomas Stermole

Speziell für Dienstleister und Händler ist ein gutes CRM-System unerlässlich. Mittlerweile gibt es sie schon günstig zu haben und sind super-easy zu integrieren. Macht mehr aus euren Kundendaten, als Kontonummern zu sammeln.

Empfehlenswerte CRM-Systeme:

Zapier.com ist übrigens eine großartige Lösung, um Daten von unterschiedlichen Systemen zusammenzuführen.

Micro-Interactions

Ja, das macht eine App so richtig cool! Es macht Spass, darf aber nicht stören. Da kann man sich als Designer mal so richtig austoben. J

Ein paar coole Micro-Interactions-Beispiele:

Typographie

Es darf gerne schick aussehen, muss aber für den Nutzer einfach zu lesen sein. Es gibt bereits einen Trend, wo nur mehr eine Schriftart verwendet wird. Das finde ich sehr spannend und freue mich auf weitere Apps und Webseiten, die sich darauf konzentrieren.

Datensicherheit und Geschwindigkeit in der Cloud

Ein Mega-Thema und sollte sehr ernst genommen werden. Niemand gibt mehr gerne private Daten her, um diese dann später im Internet zu finden, nur weil ein Webseiten- oder App-Betreiber auf Datensicherheit gepfiffen hat. Das nehmen Nutzer übel – siehe Ashley Madison.

Ich empfehle jeder Webseite oder App die Nutzerdaten speichert dringend in eine professionelle Cloud zu wechseln.
Warum?

Die besten Entwickler der Welt arbeiten Laufend an der Datensicherheit und an Weiterentwicklungen der Cloud. Damit kann kein “normaler” Hosting Provider mithalten.

Aber auch die Webseiten-Geschwindigkeit ist ein Thema. Der Nutzer profitiert mit schnellen Antwortzeiten der App, da die großen Datenzentren direkt an den Internet-Backbones angeschlossen sind.

Hier ein paar meiner Lieblingsanbieter von Cloud-Lösungen:

User Feedback

Ich persönlich bin zwar der Meinung, dass eine zu frühe Befragung eher hinderlich ist, da die Datenqualität nicht wirklich aussagekräftig ist, aber späterer Folge (wenn das Projekt live ist) ist es sehr wichtig, dass User Feedback eingeholt wird.

In aller Ausdrücklichkeit, möchte ich klarstellen, das es wichtig ist Meinungen von Anfang an von relevanten Benutzergruppen einzuholen, aber das ist wie gesagt mit Vorsicht zu genießen. Warum? Wenn Henry Ford seine Zielgruppe befragt hätte, was sie wollen, hätten wir heute schnellere Pferde statt Autos. Das sollte uns zu Denken geben.

Analysieren

Sammeln, messen und interpretieren. Ja, das ist absolut sinnvoll und es gibt von Jahr zu Jahr bessere Tools dafür. Anbei ein paar meiner Lieblings-Tools;

UX-Tools

Ein paar User-Experience-Apps, die ich laufend für UX-Design verwende und jeden wärmsten empfehlen kann, sind unter anderen:

Was meinst Du?

Es ist und wird spannend! Kann es kaum erwarten, was uns in 2016 begeistern wird.

Wie geht es weiter? Welche Erfahrungen hast Du gemacht?

Ach ja, hier kannst Du mich kontaktieren, falls Du weitere Fragen hast, oder mich als Berater buchen möchtest: Kontakt

By |2016-10-14T14:30:25+00:0011.10.2015|Gedanken, Web|0 Comments

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Thomas Stermole
Ich liebe neue Technologien, das Web, Innovationen und Menschen die das Leben nicht einfach hinnehmen, wie es ist.