Mein emotionaler Jahresrückblick 2014 | Thomas Stermole
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Mein emotionaler Jahresrückblick 2014

Thomas Stermole

Der Schmerz

Wenn ich auf das Jahr 2014 zurückblicke, flammen meine Emotionen neu auf. Das Jahr 2014 war von Leid, Abenteuer, Liebe und Unsicherheit geprägt.

Das Leben hat wieder mal bewiesen, dass ein perfekter Lebensplan für mich nicht funktionieren kann.

Man verliert viel schneller die Kontrolle über sich selbst, als man denkt. Schlagartig. Überraschend. Es erwischt Dich eiskalt von hinten. Man kann nicht entkommen.

Ja, das macht Angst, aber so ist das Leben. Pures Chaos. Die Kontrolle über sich selbst zu verlieren ist schlimm.

Man hat dann die Wahl zwischen „aufgeben“, oder „die Situation zu akzeptieren“.

In dieser Situation lernte ich anderen Menschen und Gott aufrichtig zu vertrauen. Vertrauen ist gut.

„Falle sieben mal, aber stehe acht mal auf.“ (Japanisches Sprichwort)

Aufgrund meiner schmerzvollen Erfahrungen die ich in meinem kurzen Leben gemacht habe, glaube ich nicht mehr an einen Lebensplan. Das hat bei mir noch nie funktioniert. Aber ich glaube an Visionen. Eine grobe Richtung. Und wenn das mal nicht klappt, dann schlage ich eine andere Richtung ein. Ich falle, akzeptiere und stehe wieder auf.

Ich plane nicht mehr weiter als ein Monat im voraus. Alles weitere ist für mich utopisch und ich glaube, dass ich ein sehr bewegtes Leben, lebe. Gott hat mich wohl dafür erschaffen. Ich akzeptiere.

Jetzt ist es mir besonders wichtig, wieder den Fokus zu finden und weiterzumachen. Ich stehe nach meinen Tiefschlägen wieder auf und kämpfe wie ein Löwe.

Die Berufung

Beruflich hat sich im Jahr 2014 viel verändert. Ich möchte behaupten, dass ich nicht mehr der selbe Mensch bin, wie im Jahr zuvor.

Viele Jahre war ich als Webentwickler für viele verschiedene Branchen, Werbeagenturen und Firmen aller Größen tätig. Mein Highlight war, dass ich für Microsoft als MSN | EMEA Platform Producer arbeiten durfte. Viele Millionen Menschen sahen meine Arbeit täglich auf ihren Bildschirmen. Das war nicht nur eine große Herausforderung, sondern auch eine Befriedigung.

Nachdem ich Microsoft verließ, bekam ich ein Angebot für Generali Group zu arbeiten. Ich war dort als Teamleiter einer kleinen Gruppe von Webentwicklern, Redakteuren und Grafikern eingesetzt und kümmert mich mit ihnen darum, die Webportale weiterzuentwickeln.

Anfangs war es auch spannend, aber nach und nach verließ mich die Motivation. Irgendwas stimmte nicht. Mein Bauchgefühl sagte, dass das nicht der richtige Weg für mich ist. Ich drehte mich irgendwie im Kreis und fühlte mich ausgebrannt.

Dann erwischte es mich.

Meine Verlobte musste eine sehr schwere Operation mit ungewissen Ausgang über sich ergehen lassen und ich kann mich noch an den Moment erinnern, als der Chirurg zu mir kam und sagte, dass alles gut gegangen sei.

Genau in diesen Moment fiel bei mir der Schalter. Es zog mir den Boden unter den Füssen weg. Man nennt so eine Situation angeblich “Significant Emotional Event“. Man fällt in ein Loch und kann nie wieder zurück in das alte Leben

Wenn mir das vorher jemand erzählt hätte, hätte ich das nie geglaubt.

Ich verstehe erst jetzt den Ausdruck „emotionale Achterbahn“, was das bedeutet, muss man einfach selbst erlebt haben. Oder, besser doch nicht.

Man sitzt im Auto und bricht ohne Vorwarnung in Tränen aus. Dann durchfährt Dich wieder ein wunderschönes Glücksgefühl und tiefste Dankbarkeit. Gott ist nahe. Einfach so. Wusch…

In dieser Zeit fragte ich mich oft, wie schlimm das für eine Mutter sein muss, ihr eigenes Kind leiden, oder sterben zu sehen? Sehr traurig.

Für mich selbst war das einerseits die härteste Zeit die ich bisher erlebt hatte (und ich hatte schon einige sehr harte Erfahrungen gemacht), gleichzeitig hat es mir aber meine Augen geöffnet. Dafür bin ich dankbar.

Meine größte Bewunderung gilt Menschen die ihre schweren Schicksale ertragen und kämpfen. Auch wenn sie es vielleicht nicht schaffen. Es ist ok schwach zu sein.

Neuausrichtung

Ich sah plötzlich alles ganz klar vor mir und zog einen mentalen Schlussstrich über meine bisherigen Tätigkeiten, richtete mich vollkommen neu aus und ich bereue es nicht.

Ich wusste, dass ich mein eigentliches Potential nicht ansatzweise ausgereizt hatte und es Zeit war an sinnvollen Dingen und mit wertvollen Menschen zu arbeiten, die etwas Gutes tun.

Die alte Schale wurde abgelegt und ein besserer Mensch geht hervor.

Ich versuche jetzt die beste Version meiner selbst zu sein.

Projekte

Das ist die Frucht meiner Wandlung wenn ich darauf zurückblicke, bin ich sehr stolz darauf.

uloca.com

Fast 400.000 Menschen ziehen pro Jahr in Österreich um. uloca.com vermittelt Menschen die siedeln müssen mit lokalen Umzugsfirmen. Damit wird eine Lücke geschlossen.
umzugsangebote vergleichen | uloca.com

taskprio.com

Virtuelle Assistenz ist schon lange ein Thema. Vorbilder aus Amerika zeigen, dass dieses Konzept funktionieren kann. Jeder Mensch braucht auf irgendeine Art und Weise Hilfe. taskprio.com soll Menschen zusammenbringen, damit das Leben ein bisschen leichter wird. Wir brauchen uns gegenseitig.
taskprio ihre virtuelle assistenten

mHealth Austria

Im Sommer 2014 initiierte ich das Projekt mHealth Austria um verschiedenste Persönlichkeiten ins Boot zu holen um an neuen Ideen und Konzepten im Gesundheitsbereich zu arbeiten. Eines unserer vielen großartigen Projekten ist die Notfall-App.

Notfall App

Man muss sich mal vorstellen, dass es ca. 400.000 hörbehinderte Menschen in Österreich gibt. Wir haben uns daher ein Konzept für eine mobile App überlegt, wo nicht nur der Standort automatisch an die Notrufleitstelle übermittelt wird, sondern auch Gehörlose via SMS-Chat einen Notfall melden können.
Notfall App

European Happiness Association

Nigel Stonham hat mich freundlicherweise eingeladen, bei European Happiness Association als Berater mitzumachen. Ich freue mich darauf dieses Projekt gemeinsam mit Nigel und seinem Team in 2015 enorm weiterzuentwickeln.

Thomas Stermole Consulting

Endlich hatte ich Zeit meine eigenen Webauftritt Stermole.at neu zu überarbeiten. Hauptfokus liegt hier auf Online Business Consulting.
Webentwickler-und-Weltverbesserer---Thomas-Stermole

wpsupport.biz

Gemeinsam mit Chris, haben wir einen vernünftigen WordPress Support erarbeitet, da wir einen echten Bedarf dafür sehen.
Wordpress Support

Britney Spears

Unglaublich aber Britney Spears hat sich überlegt, einen meiner Songs für ihr neues Album zu nehmen. Wow!!! :-)

Auf zu neuen Ufern. Gedanken sortieren. Initiative ergreifen.

2015 Go. Go. Go! :-)

Ich möchte ich mich bei allen bedanken, die für mich da waren. Ihr seid grossartige Menschen. Danke.

 

By |2016-10-14T14:30:28+00:0031.12.2014|Gedanken, Projekte 2014|Kommentare deaktiviert für Mein emotionaler Jahresrückblick 2014

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Thomas Stermole
Ich liebe neue Technologien, das Web, Innovationen und Menschen die das Leben nicht einfach hinnehmen, wie es ist.